M.A.C.

Das mobile Art Café.

Monat: Juli, 2014

Die Macher vom Sommerloch

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Elba Fabrik Wuppertal

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Frühstück für die Macher vom Sommerloch und Rauminstallation “ Gehen“

Für das Projekt „Sommerloch“ in der Elba Fabrik Wuppertal habe ich die Rauminstallation „Gehen“ gemacht , sowie ein gemeinsames Frühstück veranstaltet und das Gruppenfoto mit den Machern von „Sommerloch“ in Auftrag gegeben, um das Team auch im Bild sichtbar zu machen.
Es war wichtiger Teil meiner Arbeit und nur durch Mitarbeit des in Gruppenbildern erfahrenen Kölner Fotografen Stephan Schmitz / Gruppenfoto realisierbar. Großen Dank Stephan!

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Ein großer alter Fabrikraum und mittendrin eine Fläche mit Sand, freigelegt, mit Spuren von Füßen, Mensch und Tier. Diese Fußspuren im Sand waren der Ausgangspunkt für meine Arbeit mit dem Raum „Gehen“.

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„Der Mensch ist in der Bewegung, er geht um zu gehen, aber auch, um einen Ort zu finden, er bricht auf, um nicht bleiben zu müssen, er möchte bleiben, um nicht in die Fremdheit zu fallen, er entscheidet sich für ein Unterwegssein ohne Ziel und will doch ankommen. Der Mensch geht aus vielfältigen Gründen, er ist Entdecker, Forscher, Eroberer, er ist Siedler, Pilger, Missionar, schließlich Tourist, er geht, um die Welt zu verstehen, zu vermessen, zu besitzen, zu verändern, zu genießen. Er geht in der Hoffnung auf Einsicht, Verwandlung, Zukunft, aus Gier, Verzweiflung, Lust, er weicht der Gewalt, er wird vertrieben.“ ( Volker Adolph)

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Installation: Walter Benjamin in Port Bou.
In einem jener kleinen französischen Hotels, leicht heruntergekommen, wo sich Mitte der 70iger Jahre Künstler und Weltenbummler trafen, war ein unser stetiger Tischnachbar ein schmaler, älterer Herr. Er war so unauffällig, dass er auffiel, saß immer allein am Tisch und wenn er nicht schrieb, starrte er auf das Meer. Manchmal schien er unserer Unterhaltung zu lauschen, woraus ich schloss, dass er Deutsch verstand. Wir sprachen eines Abends darüber, wie nah von hier es zur spanischen Grenze war und er sagte, “ damals war es weit!“ Er war einer der Menschen, gejagt von Nazis, die über die Grenze entkommen konnten und das gelang mit Hilfe der Fittkos, die Flüchtlinge über die Grenze brachten.
“ Es ist meine Gedenkreise, sagte unser Tischnachbar, ich gehe den Weg fast jeden Tag, wie damals am 25.9.40.
Ich war jetzt ganz hellwach ; am 26.9.40 starb Walter Benjamin in Port Bou, ich konnte mir den Termin gut merken, es ist mein Geburtstag: 26.9.
Der Mann kramte in seiner Brieftasche und zeigte uns ein paar alte Fotos, die er aber nicht aus der Hand ließ.
Ist das ……Benjamin, ergänzte er, mitsamt dem Koffer, den alle bis heute suchen.
Kann ich ein Foto machen, fragte mein Mann und das wurde widerwillig gestattet.
Na ja, viel darauf ist nicht, finde ich, immerhin dies ist vielleicht ein letztes Bild des verschwundenen Koffers.

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Fotos: Stephan Schmitz / Gruppenfoto Köln