M.A.C.

Das mobile Art Café.

Monat: Oktober, 2014

Lebe lieber jetzt! Lebensphilosophie im Bewusstsein der Vergänglichkeit

Das Referat hielt der junge Philosoph Walid Faizzada.

Er spannte einen Bogen von Aristoteles über Epikur bis zu der Existenzphilosophie Albert Camus‘, dem eigentlichen Titelgeber dieser Veranstaltung. Kernpunkte waren dabei die Unwiederbringlichkeit jeder echten Erfahrung sowie der zentrale Begriff des Absurden. Der Mensch müsse einsehen, dass es keinen vorgefertigten Sinn gibt, den man irgendwo vorfinden kann; stattdessen ist alles Sinnhafte immer etwas, das man sich selbst gegeben hat. So ist auch die berühmte Passage über den „Mythos des Sisyphos“ zu verstehen, in dem er den tragischen Helden als einen glücklichen Menschen bezeichnet.

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Langeweile oder: Vom Sinn der Heterochronie

Dieses Impulsreferat hält Rita Molzberger.
Wie im Titel bereits angedeutet, soll es in diesem Beitrag um mögliche Zusammenhänge von Zeit und Sinn gehen. Dabei wird unser Zeitempfinden phänomenologisch in den Blick genommen: Wie erscheint uns Zeit, welche Spielarten kennen wir? Und inwiefern kann sie ein Sinnhorizont sein? Am Beispiel sogenannter Heterochronien (‚Anders-Zeiten‘) lässt sich zeigen, dass Brüche in der Zeit unsere Sinnzuweisungen infrage stellen und somit neue Sinnsuchen begünstigen können. Langeweile kann als eine solche Variante von Heterochronie gedeutet werden; sie stört unser gewohntes Zeitempfinden, weil im Zustand der Langeweile Messzeit und empfundene Zeit auseinander treten. Es klafft ein Spalt, und was in diesem passiert, kann im Rahmen der anschließenden Diskussion sicher nicht zuletzt in Hinsicht auf Kunst besprochen werden.
Das „Art Frühstück“ begann Anfang des Jahres mit der Philosophin Rita Molzberger, Uni Köln, und dem Thema: “Schöpfung und Erschöpfung.”
Es ist ein Genuß Rita Molzberger zu hören und alles andere als langweilig! Es war so spannend, dass ich vergaß Fotos zu machen.