Über Inspiration

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Im Mai Art-Frühstück sprach der Kölner Philosoph Sasa Josifovic über die Inspiration.
Über die Traditionen hinweg wurde nach dem Einheitsort gefragt an dem der Einzelne etwas Neues schaffen und so an der allgemeinen Schöpfung teilnehmen kann.
Denn sowohl die klassische deutsche Philosophie, als auch die chinesische Tradition, begreift Schöpfung nicht als einen abgeschlossenen Prozess, sondern als das stetige Werden des Ganzen.
Beide Strömungen beschäftigen sich folglich mit der Frage, welche Stellung der Mensch zu diesem einheitlichen Prinzip (Dao, Absolutes, Gott) einnehmen muss und kommen zu der Auffassung, dass alle Äußerlichkeit zu demselben aufgehoben werden muss.
Die Haltung die der Künstler einnimmt, ist die der Gelassenheit, der Nicht-Handlung (Wu Wei), verstanden als die Überwindung der Handlung gegen die Natur. Nur dadurch kann im Werk etwas von seiner eigenen Natur wiedergefunden werden, dass er nicht bewusst hineingetan hat.
Durch seine Kennerschaft in diesen zunächst so verschieden erscheinenden Traditionen und den fließenden Übergang von der einen zur anderen baut Josifovic die vielen Ressentiments gegenüber den oft kulturell oder religiös überladenen Begriffen dieser Denkrichtungen ab.

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