Zum Impulsreferat am 3.10. von Johannes Schick

von mobilesartcafe

Wie verhalten sich Intuitionen und Emotionen zueinander?

Was steht am Anfang des künstlerischen und wissenschaftlichen Schaffens? Diesen Fragen widmete sich der Vortrag und die anschließende Diskussion im Rahmen des Art Frühstück am Samstag den 03.10.2015. Im Ausgang des Denkens von Henri Bergson referierte Johannes Schick über das „dynamische Schema und die kreative Kraft der Emotionen“. Am Anfang eines Kunstwerks und auch einer neuen wissenschaftlichen Entdeckung steht, so Bergson, eine Emotion, die sich dann im Werk des Künstlers ausdrückt und dem Betrachter eine neue Intuition der Realität verschafft, die ihm ohne das Kunstwerk nicht möglich gewesen wäre und zunächst nur dem Künstler gegeben war. Dieses auf die Romantik zurückgehende Kunstverständnis wurde kontrovers diskutiert, stellt sich doch die Frage, inwieweit Bergsons Denken auch zeitgenössische Kunst, die mit Brüchen arbeitet und weniger Wert auf das unmittelbare Erfassen der Natur legt, angemessen abbilden kann.

Schick-Referat

Zur weiteren Lektüre:

Johannes Schick, Erlebte Wirklichkeit. Zum Verhältnis von Intuition zu Emotion bei Henri Bergson, LitVerlag, Münster/Berlin: 2012.

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