Gegen Wahlen – Deliberative Demokratie

von mobilesartcafe

Oberflächlich betrachtet steht die Demokratie in voller Blüte: nie gab es mehr freie demokratische Staaten auf der Welt; und doch wird eine Legitimationskrise der Demokratie gerade in den besonders „etablierten“ Demokratien sichtbar. Populisten sind auf dem Vormarsch und behaupten die Stimme des Volkes zu sein, aber wie spricht das Volk eigentlich wenn es denn spricht? Demokratie soll nicht nur ein durch Wahlen herbeigeführter Machtwechsel von Aristokratien sein und muss deshalb eine glaubhafte Form der Repräsentation aufbieten können. Aber wer oder was soll eigentlich repräsentiert werden?
Die Deliberative Demokratie will durch einen informierten Diskurs von einer repräsentativen Gruppe von Bürgern eine Lösung für dieses Problem anbieten. Die Frage, die ein solches „soziales Experiment“ stellt, ist „Wie würden die Bürger entscheiden, wenn sie genügend Informationen und Zeit für Reflexion und Austausch hätten?“ Die Ergebnisse der bereits geführten sogenannten „deliberative polls“ sind so überraschend und vielversprechend, dass manche sogar von einer direkten Form der Volksregierung träumen.

Ein politisches Art Frühstück am 4.3. mit Impulsreferat von:

Florian Bohde, Philosoph, Mitarbeiter am Thomas Institut und beim Philosophischen Radio WDR 5 


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