Domschläfer

von mobilesartcafe

Er liegt etlichen Wirtschaftsbossen, Politikern und Bankern eher schwer im Magen, findet er doch immer Erstaunliches und Anrüchiges, was viele lieber weiter im Verborgenen gesehen hätten.

Werner Rügemer, Publizist, Berater, Stadtführer. Vorsitzender der Aktion gegen Arbeitsunrecht.
Letzte Buchveröffentlichungen:

  • Bis diese Freiheit die Welt erleuchtet. Transatlantische Sittenbilder aus Politik und Wirtschaft, Geschichte und Kultur (2017)
  • Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts. Gemeinverständlicher Abriss zum Aufstieg der neuen Finanzakteure (2018).
    http://www.werner-ruegemer.de

Im Schatten des Kölner Doms erblühte die Verfolgung der Juden und später mit dem Hexenhammer die Verfolgung einer neuen Gefahr, die von kundigen Frauen ausging.
Im selben Dom, dessen Türme im 19. Jahrhundert endlich von der Bank Sal. Oppenheim und vom preußischen König finanziert wurden, predigte Kardinal Meisner ein Jahrhundert später zum Geburtstag eines gewissen Konrad Adenauer: „Er wurde uns von Gott geschenkt“ –
Der christliche Gründervater der Bundesrepublik Deutschland hatte sich dieses allerhöchste Lob verdient, weil er auf dem Boden dieses seines neuen Staates den Atomkrieg und den Untergang Europas inklusive seiner Heimatstadt riskiert hatte, zur Abwehr diesmal der „bolschewistischen“ Gefahr. Der aus dem tiefen Bayern kommende Arbeitsmigrant Werner Rügemer begann zum Ende des 20. Jahrhunderts im Schlachthof Köln-Ehrenfeld seine Entdeckungsreise in die Untiefen des vom ehemaligen Kölner Oberbürgermeister hinterlassenen Erbes. Dabei stieß er unter anderem auf die fernen Investoren des Baukonzerns, der bisher straflos den Einsturz des Kölner Stadtarchivs zu verantworten hat – von Kölner Justiz, Medien, IHK und Politik aber geheimnisvoll geschont wird. Domschläfer – die Gefahren sind noch nicht vorbei.

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